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Anselm Reyle – Wernigerode

| Prof. Martin Kreyßig

Heute endet die Ausstellung des deutschen Künstlers Anselm Reyle in den Hamburger Deichtorhallen. Das wäre für diesen Blog eher keine so zentrale Mitteilung, wenn nicht, ja, wenn dort nicht ein monumentales Werk hinge mit dem Titel „Wernigerode“. Das Bild besteht aus gefundenem Metall und wurde im Jahr 2002 in der Größe von 249.9 × 700.1 cm ausgeführt.

Spiegel Online, schreibt dazu: „Wernigerode“ heißt diese Installation. Sie besteht aus hellblauen Wellblech-Platten, die einst eine Außenwand des Elektromotorenwerks in der ostdeutschen Kleinstadt vor der Witterung schützen sollten.“ (Quelle: www.spiegel.de)

Das Art Magazin beschreibt die Arbeit etwas ausführlicher, als diese 2011 in Kopenhagen ausgestellt wurde: „Absoluter Höhepunkt ist das Werk Wernigerode. In dem gleichnamigen Ort in Ostdeutschland entdeckte Reyle die hellblaue kunststoffartige Fassade eines Hauses. Bei näherem Hinsehen ist ein sich wiederholendes kleines Muster zu erkennen. Es muss schrecklich ausgesehen haben – ein Haus, dessen Antlitz so verschandelt wurde. Das lässt auch das nur im Katalog abgedruckte Foto erahnen. Es wurde dann daraus eins von Reyles Fassadenbildern. Er demontierte die Fassade, entfernte die Spitze, so dass nur ein großes schätzungsweise zehn mal drei Meter großes Rechteck blieb, das wurde von einem Rahmen, der nach gebürstetem Aluminium aussieht, umrissen und aufgehängt. Ready Made a la Reyle – plötzlich bekommt diese Fassade Würde.“ (Quelle: Art-Magazin)

Es lässt sich also immer etwas daraus / woraus machen oder wie Kollege Ackermann gerade postete: stay curious!

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