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conex.io entwickelt Appschnittstelle

„Uni feat Unternehmen“: Einblicke in das Medieninformatik-Jahresprojekt mit IBM CIC

| Johanna Daher

Lampen, Lichtschalter und andere Technik im Haus – die sollen mit Hilfe einer Schnittstelle per App auf einem einheitlichen Weg angesprochen werden können. So zumindest das Ziel des Medieninformatik-Teams conex.io. Fünf Studierende des Medieninformatik-Bachelor-of-Science im 5. Semester haben sich das gemeinsam mit Professor Dr. Olaf Drögehorn der Hochschule Harz und den Kooperationspartner Axel Krüger und Alexander Schreiner vom IBM Client Innovation Center (CIC) Magdeburg , einer Tochterfirma des Unternehmens IBM, im Jahresprojekt zum Ziel gesetzt. Philipp Trenz, Medieninformatiker und Teamleiter, berichtet von den Fortschritten des Projekts und der Kooperation mit IBM CIC.

„Mein erster Gedanke, als ich von dem Projekt gehört habe: das wird anspruchsvoll“, erinnert sich Trenz an die Anfänge im Wintersemester 15/16 und fügt hinzu: „Durch IBM CIC als Kooperationspartner wird das Ganze noch interessanter.“ Denn die Problemstellung, für die eine Lösung gefunden werden muss, war schnell klar: Im Bereich der Hausautomatisierung gibt es bisher keinen einheitlichen Weg, Geräte anzusprechen. Das Open-Source-Projekt FEHM, dessen Daten genutzt werden, habe das Problem, dass die Geräte unterschiedlicher Hersteller nicht gemeinsam angesprochen werden können. „Dabei soll eine Lampe, eine Lampe sein, egal von welchem Hersteller“, sagt Trenz schmunzelnd.

„Mentoren, nicht nur Kunden“

Einmal in der Woche bespricht das Hochschule-Harz-Team seine Fortschritte und weiteren Ideen mit Krüger und Schreiner, einmal im Monat gibt es in Wernigerode eine große Konferenz, bei der alle Teammitglieder dabei sind. „Sie sind auch unsere Mentoren, nicht nur Kunden. Sie geben uns ihr Wissen weiter – das ist sehr wertvoll und erleichtert die Arbeit“, meint Trenz. Vor allem die Studieninhalte der Informatik mit Programmierung 1-3 seien wegen der dort behandelten Java-Entwicklung eine gute Basis für das Projekt. Allerdings musste sich das conex.io-Team erst in Java EE einarbeiten, die Enterprise Edition mit Erweiterungen für Unternehmenslogik und Unternehmenstransaktionen.

Das erfolgte, genau wie das Design und die Corporate Identity, im ersten Semester des Jahresprojekts. Für das zweite sind die Implementierung, das Testing und die Dokumentation geplant. Denn im Designtool befindet sich die Webschnittstelle bereits, sie muss noch implementiert werden. Außerdem – und das ist ein wichtiger Punkt – steht die Vereinheitlichung der Geräte auf dem Teamplan. „Dafür müssen wir neue Konzepte entwickeln. Da sind wir in der Konzeptionsphase, es gibt erste Ansätze“, verrät Trenz. Bei ihren Umsetzungen haben die Bachelor-Studenten ziemlich freie Hand. „Wir müssen natürlich rechtfertigen, was wir tun. Das ist aber auch motivierend, weil wir hinter unseren Entscheidungen stehen.“

Meilenstein: Tag der offenen Tür

Der nächste, große Meilenstein, auf den conex.io hinarbeitet, ist der 10. Juni 2017 – Tag der offenen Tür an der Hochschule Harz. „Wir wollen Besuchern, die sich mit API und Co. nicht auskennen, unseren Prototypen präsentieren und erklären, was es damit auf sich hat“, meint Philipp Trenz. Die eigentliche Abgabe ist Ende August – bis dahin muss das Projekt fertig sein.

Am Tag der offenen Tür werden Besucher bestimmt auch fragen, wie es zu dem Namen conex.io kam. „Wir wollten etwas Modernes, das ausdrückt, was wir tun“, fängt Trenz an zu erklären. „Conexio ist Lateinisch und bedeutet Verbindung. Genau das machen wir: wir verbinden Hausautomatisierungsgeräte in einer App.“ Das „io“ hat das Team ebenfalls gewählt, weil ihnen aufgefallen ist, dass viele IT-Projekte diese Toplevel-Domain nutzen.

Bilanz: Voll motiviert ins neue Semester

Ein besonderes Highlight für die Bachelor-Studenten war ihr Besuch in Magdeburg bei IBM CIC im Februar. Neben einer Besprechung, wurden sie herumgeführt und bekamen Einblicke in die Arbeit des Kunden. „Wir haben auch darüber gesprochen, ob Praktika und gegebenenfalls sogar Übernahmen nach dem Studium möglich wären“, erzählt Trenz begeistert. Die Chancen ständen gar nicht so schlecht.

Nachdem das erste Semester vorüber ist und das zweite bevorsteht, zieht Teamleiter Philipp Trenz Zwischenbilanz: „Es ist eine positive Herausforderung in einem sehr unternehmensnahen Umfeld zu arbeiten. Wir haben viel Zeit investiert und müssen das weiter. Dabei habe ich den Dokumentationsaufwand etwas unterschätzt. Anfangs hatte ich Sorge, ob ich das mit dem Teammanagement hinbekomme – das hat sich gelegt, es läuft gut, auch durch die Zusammenarbeit mit den Jungs von CIC. In der ersten Woche waren wir sehr nervös, weil wir noch nicht implementiert haben. Das haben wir immer noch nicht – dafür haben wir ein tolles Konzept. Im neuen Semester können wir gut loslegen, die Teammitglieder sind alle motiviert.“

 


Der Artikel ist der erste, der neuen Reihe „Uni feat Unternehmen“. Dafür wurde Medieninformatik-Bachelor Philipp Trenz (22) aus dem fünften Semester als Teamleiter des Jahresprojekts conex.io interviewt. Er findet im Studium die Verbindung von Gestaltung und Programmierung sehr spannend, sieht sich beruflich aber eher in der Informatik-Richtung. Das Team von IBM CIC Magdeburg hat ebenfalls einen Blog-Artikel über das Projekt veröffentlicht: „Open Source und motivierte Studenten“. Das Beitragsbild stammt ebenfalls von IBM CIC Magdeburg.

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