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„Dann muss man eben…

...zehn bis zwölf Stunden durcharbeiten"

| Prof. Martin Kreyßig

In einem Interview mit Spiegel Online sagt Verena Haase, Studierende der Medieninformatik an der FH Hof, sie findet das Bachelorstudium gut, weil man nicht „trudelt“, sondern bei den vielen Aufgaben kaum Zeit hat.

Zeit wozu? Manche müssen arbeiten, um das Studium finanzieren zu können. Zeit zum feiern? Findet sich vielleicht trotzdem, zwischendurch, siehe Foto vom Sommerfest 2008 der Hochschule. Zeit, für andere Hobbies oder Aktivitäten? Das kommt sicherlich zu kurz. Zeit, andere Studiengänge oder Fächer aufzusuchen, etwas andere Luft schnuppern? Definitiv, denn Zeit diese Angebote ist knapp, wäre aber notwendig. Andere Sprachen, mehr Psychologie, mehr Marketing, mehr Programmierung – das sind Nebenfächer, die Medieninformatik sinnvoll ergänzen.

Aber das möchte der Gesetzgeber nicht, er hat festgelegt, dass pro Woche 40 Stunden gearbeitet werden soll und in der vorlesungsfreien Zeit wächst eben der Eigenanteil auf 100%. Ich halte das Studium für extrem voll gepackt und die Zeit für jedes einzelne Fach effektiv zu kurz. Man muss wirklich gut organisiert sein, um die Abgabetermine zu schaffen.

Auf der anderen Seite stählt dieser Stress auch für den großen / echten / richtigen / aber bezahlten Stress, der noch kommen wird. Alle, die z.B. in Agenturen oder Postproductionhäusern arbeiten, wissen, was es heisst Aufträge oder einen Pitch rechtzeitig und auf hohem Niveau fertig zu stellen. Ist so ein straffes Studium also doch ein gutes Training?

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