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Deutschlandstipendium an Johannes Rehm

15 Deutschlandstipendien an der Hochschule Harz verliehen

| Prof. Martin Kreyßig

Es freut uns immer besonders, wenn sich Studierende der Medieninformatik unter den Stipendiaten des Deutschlandstipendium befinden. Somit gratulieren wir ganz herzlich Johannes Rehm (MI-Jahrgang 2013) zu der Auszeichnung und finanzielle Unterstützung.

Es folgt der offizielle Pressetext von Hr. Schneider, Pressesprecher und Dezernent Kommunikation und Marketing:

Anlässlich des bereits siebenten Stifterabends war die Hochschule Harz kürzlich einmal mehr Treffpunkt von Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur der Region. Über 200 geladene Gäste verfolgten gespannt das abwechslungsreiche Programm, welches erstmalig von der Moderatorin Susi Brandt begleitet wurde.

Der Rektor der Hochschule Harz, Prof. Dr. Armin Willingmann, bat die anwesenden Gäste zu Beginn der Veranstaltung um einen Moment der Stille in Gedenken an die Opfer des tragischen Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen, der ganz Deutschland seit dem Mittag bewegte. In seiner anschließenden Eröffnungsrede betonte er die Tradition des Stiftens an der Hochschule Harz, die seit dem Jahre 2007/2008 gepflegt werde. „In diesen Jahren haben wir zusammen mit dem renommierten Maler Prof. Karl Oppermann die nach ihm benannte Kunststiftung in der Wernigeröder Hochschulbibliothek eingerichtet und unsere erste Stiftungsprofessur eingeworben“, freute sich der Hochschulleiter. „Ein besonderer Erfolg ist auch, dass wir mit aktuell vier eingeworbenen Stiftungsprofessuren im Landesvergleich zu den Spitzenreitern zählen.“ Seit 2011 vergebe die Hochschule Harz auch Deutschlandstipendien, die bei den regelmäßigen Stifterabenden überreicht werden. „Sie sehen also, Stiften hat bei uns Tradition; die aber weiter ausbaufähig ist“, ermunterte Willingmann die anwesenden Gäste.

Eine Live-Performance unter der Regie von Prof. Martin Kreyßig, Hochschullehrer für digitales Bewegtbild am Fachbereich Automatisierung und Informatik, beschäftigte sich mit dem Thema Prüfungsangst, welches viele Studierende halbjährlich quält. In einem Interview mit den drei angehenden Medieninformatikern Lauritz Brinkmann, Jan-Patrick Karlstedt und Jan Klostermann zeigte er den anwesenden Gästen, welche innovativen Prüfungsformen zur Verringerung des „epidemischen Krankheitserregers“ ersonnen wurden. Dafür stellten die Studenten ein Computerspiel namens „Kolmio“ vor, welches sie zu Beginn des Jahres beim internationalen Wettbewerb „Global Game Jam“ in nur 48 Stunden entwickelt hatten.

Die Verleihung von 15 Deutschlandstipendien stand auch beim siebenten Stifterabend im Mittelpunkt. Gefördert werden die Stipendiaten aufgrund ihrer besonders guten Leistungen im Studium und ihres sozialen Engagements für ein Semester mit 300,- Euro im Monat; die eine Hälfte der Finanzmittel stammt von einem Unternehmen oder einer Privatperson, die restlichen 150,- Euro werden vom Bund übernommen.

Im Anschluss bedankte sich die frischgebackene Stipendiatin Elisa Brammer im Namen aller Stipendiaten bei den Förderern für die finanzielle Unterstützung. Die 20-jährige angehende Tourismusexpertin freut sich mit dem Stipendium, welches sie von der CST GmbH in Ilsenburg erhält, weitere Auslandserfahrungen sammeln und ihre englischen Sprachkenntnisse verbessern zu können.

In der anschließenden Festrede spannte Stephan Dorgerloh, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, unter dem Titel „Religion und Politik“ einen großen Bogen von Martin Luther bis zum Kalifat. Er zeigte sich beeindruckt von der Tatsache, dass an der Hochschule Harz die Investition in Bildung so gut gelinge. Mit Blick auf den Thesenanschlag Martin Luthers und dem Jubiläum im Jahr 2017 stellte er die Reformation als Wissens- und Verantwortungsbewegung dar. „Oft wird die Tatsache vergessen, dass die Reformation wesentliche Grundlagen einer einheitlichen deutschen Sprache gelegt hat; die Möglichkeit sich untereinander zu verständigen war eine Grundvoraussetzung für den daraus folgenden Erwerb von Wissen – auch außerhalb der Kirche“, so der studierte Theologe.

Förderer, Stipendiaten, Hochschulangehörige und Gäste tauschten sich anschließend bis mitten in die Nacht im Foyer der „Papierfabrik“ (Haus 9) angeregt aus. Der siebente Stifterabend wurde einmal mehr durch den Wernigeröder Geigenbaumeister Matthias Vorbrodt und seine Tochter Paula an der Violine musikalisch umrahmt.

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