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Metropolis

| Prof. Martin Kreyßig

Deutschland 1926: der heute weltweit bekannteste deutsche Spielfilm „Metropolis“ kommt in die Kinos. Fritz Lang und Thea von Harbou haben den Stoff entwickelt und realisiert. Viele Gestalter, Techniker und Visionäre der Filmkunst arbeiteten mit an diesem einzigartigen Science-Fiction-Film und sorgten dafür, dass er auf vielen Gebieten der Filmkunst Maßstäbe gesetzt hat. Doch war das Publikum nicht so begeistert und so wurde die Urfassung stark gekürzt. Ein Vorgang, der in der Filmgeschichte bis heute Bestand hat: Zensur durch die Produzenten und Verleihfirmen oder Behörden. Die ursprüngliche Version war verschollen und konnte jetzt nach dem Auftauchen einer 16mm-Kopie in Argentinien digital restauriert werden. Am Freitag hat Metropolis wieder einmal Premiere im Kino und bei ARTE in High-Definition.

Wer sich für das Medium Film interessiert, muss „Metropolis“ gesehen haben. Ein einzigartiger Film, der so vielen Filmen seines Genres zum Vorbild wurde. Die Studierenden können diesen wie viele andere Spielfilme auf DVD bei uns in der Bibliothek ausleihen oder auch bei mir.

Und dazu eine bittere historische Pille: Der Schreihals, Verbrecher und filmbegeisterte Joseph Goebbels wollte Fritz Lang für die Nazibande gewinnen, aber daraus wurde nichts. Die Psychosen des Propagandisten lassen sich in einer gerade veröffentlichten Biografie nachlesen: Narziss Goebbels.

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