Nach Oben

MINFF-Award 2016: Under Water

14. Medieninformatik Flying Fish Award in Wernigerode / von Sadjad Krüger und Robert Boehm

| Sadjad Krüger

Die Studierenden der Studiengänge Medieninformatik (B.A.) und Medien-und Spielekonzeption (M.A.) haben auch in diesem Jahr ihr Bestes gegeben, um mit ihren außergewöhnlichen Beiträgen den MINFF-Award 2016 zu einem Höhepunkt außerhalb des regulären Studienablaufes zu gestalten. Bei dem jährlich ausgerichteten Wettbewerb werden unter studentischer Moderation Arbeiten aus allen Bereichen der Studierenden prämiert, jeweils zu einem bestimmten Thema, in diesem Jahr: „Under Water“.

Die Teilnahme ist freiwillig. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen gab es zum Thema nicht weniger als dreizehn Einreichungen zu bestaunen. Obwohl nur drei Preise zusätzlich eines Publikumspreises vergeben wurden, wussten sämtliche Teilnehmer durch Begeisterung und Einfallsreichtum aufzufallen – sei es in Form von Animationen, Live Acts oder auch Musikeinlagen.

Die Bandpreite reichte von selbstgedrehten Filmen bis hin zu völlig unkonventionellen Abgaben wie einer LED-Performance: mit einem selbstgebauten Würfelgebilde aus gezielt einschaltbaren LED präsentierte Sebastian Fischer das Element Wasser als spektakuläre 3D Animation.
Auch Remon Vogels Live Auftritt, in dem er ein gemeinsam mit Sören Berz produziertes Animationsvideo über „Nessie“ mit einem selbst geschriebenen Lied untermalte, wird wohl jedem Besucher im Gedächtnis bleiben.
Die Vielseitigkeit der Beiträge machte es zu einer großen Herausforderung, sie zu vergleichen. Zu diesem Zweck erhielt die Jury – bestehend aus Professoren der Hochschule Harz und dem renommierten Autor und Zeichner, unserem langjährigen Dozenten, Michael Musal – Beistand von zwei zufällig ausgewählten Zuschauerinnen. Der Jury fiel die Prämierung offensichtlich schwer, denn es wurden zwei 1. Plätze vergeben (s.u.). Der Publikumspreis ging ebenfalls an das Masterteam von „Unknown Ocean“.
In der Pause (während der Jury-Sitzung) fand ein Kostümwettbewerb statt, denn wie es beim MINFF-Award zur Tradition gehört, hatten es viele Besucher sich nicht nehmen lassen, gemäß des Themas kostümiert zu erscheinen. Christina Voscort und Lennard Keitel durften sich dieses Jahr die Gewinner nennen, denn mir ihrer lebensechten Darstellung Meerjungfraumann und seinem berüchtigten Partner Blaubarschbube gelang es ihnen, die Menge zu begeistern.

Nach dem MINFF-AWARD wurde im Foyer der Papierfabrik der Hochschule Harz und im legendären Dancefloor im Film-Foto-Studio der Medieninformatik aufgelegt, getanzt und gefeiert. Das Event war eindrucksvoll organisiert, wir sahen begeisternde Beiträge und eine Party mit toller Stimmung. Herzlichen Dank für Euer Engagement und Dank an die Orga-Teams!

Bevor zum Abschluss die Gewinner vorgestellt werden, ein Wort zur Zukunft: Weder ist alles erzählt noch ist alles vorbei – das Thema für den nächsten MINFF-Award ist jetzt schon offiziell bekannt. Zum Begriff der „Empathie“ können eigene Werke eingereicht werden und die ersten Beiträge sind bereits in Vorbereitung. Auf welche Weise das Thema aufgefasst und wie es präsentiert wird, das zeigt sich im Winter 2017. Wir dürfen also gespannt bleiben!

Der „erste“ 1. Preis: „Unknown Ocean“ von Hendrik Rasch, Swetlana Rahn, Jan Wegener, Bianca Hinz und Norman Henges. Unknown Ocean ist ein 2D Sidescroller Game, im Rahmen eines Spieleprojekts bei Professor Dominik Wilhelm entwickelt von den Masterstudenten Hendrik Rasch, Swetlana Rahn, Jan Wegener, Bianca Hinz und Norman Henges – unter dem Studionamen Handmade Sushi.
Das Spiel zeichnet sich nicht nur durch besondere Liebe zum Detail, ein komplexes Skillsystem und ansprechende Artworks aus, sondern auch durch eine zufällig generierte Spielwelt, die es zu erforschen gilt. Am wichtigsten ist jedoch, dass es im höchsten Maße süchtig macht und sehr viel Spaß bereitet. Das sahen die Zuschauer genauso und Unknown Ocean gewann nicht nur den ersten Preis der Jury, sondern auch den legendären Publikumspreis. Der zweite erste Platz:
Der „zweite“ 1.  Preis „A long way“
In diesem animierten Kurzfilm inszenierte Anton Blumenstein die motivierende Reise eines tapferen Meeresbodenbewohners, der jeder Hürde zu trotzen weiß und nicht von seinem Ziel abweicht, ganz gleich, welche Rückschläge es zu verkraften gilt.
Der Kurzfilm überzeugt dank des Zusammenspiels aus überragend gutem Storytelling, flüssiger Animation und stimmungsvollem Sound. So ließ er nicht nur das Publikum mit fiebern und hat die Auszeichnung mehr als verdient. Der dritte Platz:
Der 3. Preis „Abenteuer in der Tiefsee“
Der Live Beitrag der Gruppe Schnalproduction zählte ebenfalls zu den Highlights des Abends. Samira Jakobs, Mareike Janßen, Mona Holtmann, Vivien Siebert, Jaqueline Kohrs, Vardan Sharma und Ivo Müllner stellten mit ihrer Darbietung die Sprengkraft unerwarteten Humors unter Beweis, indem sie verschiedene audiovisuelle Elemente zu einem ganz besonderen Theaterstück zusammengefügten. Erzählt wurde die Geschichte von Quassel der Qualle, welche mithilfe ihrer Freundes, des Schnecken-Walfisch-Hybriden „Schnal“ ihr inneres und äußeres Leuchten findet. Für ein besonders außergewöhnliches Erlebnis sorgte dabei der Mix aus analogen und digitalen Elementen, dem es gelang, Konventionen zu brechen ohne ihnen zu widersprechen.
Schlagworte: , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: