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Zwei aktuelle Ausstellungen von Dozenten der Medieninformatik

Daniel Ackermann zeigt 3D-Renderings in Wernigerode, Florian Fischer Fotografien und Filme in Hamburg

| Prof. Martin Kreyßig

Seit vergangener Woche zeigt Prof. Daniel Ackermann 3D-Renderings in der Villa der Hochschule Harz. Ein architekturhistorisches Projekt – der Wettbewerb forderte die bedeutendsten Architekten des „Neuen Bauens“ in Deutschland auf, eine „Stadtkrone“ für Halle/Saale zu entwerfen – präsentiert den historischen Wettbewerbsbeitrag von Walter Gropius (1883 – 1969), Mitbegründer der modernen Architektur in Deutschland und den USA.

In seinen Ausführungen sprach Prof. Ackermann, Koordinator des Masterstudiengangs „Medien- und Spielekonzeption“,  von den besonderen Anforderungen dreidimensionale Modelle aus Zeichnungen und Skizzen herauszuarbeiten. In enger Zusammenarbeit mit Christine Fuhrmann von der Brandenburgischen technischen Universität Cottbus und dem Designer Prof. Bernd Hanisch von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle wurde das Projekt realisiert.

Die Ausstellung zeigt Blicke und Perspektive des großzügigen, modernen Entwurfs, der nicht realisiert wurde. Daher bietet sich das Medium eines virtuellen Raumes zur Präsentation der Entwürfe von Gropius an. Gedruckte Auszüge lassen den statischen Blick in die 3D-Darstellungen zu. Diese 3D-Drucke von Daniel Ackermann zeigen nicht nur dessen hohe Kunst der Modellierung, Texturierung und Beleuchtung, sondern eine behutsame visuelle Umsetzung entlang der bruchstückhaften Informationen.

Die Ausstellung ist noch bis Mitte August 2015 zu besichtigen.

 


 

Im Zentrum Hamburgs stellt Florian G.M. Fischer – Designer, Fotograf und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Studiengang Medieninformatik – aktuelle Fotografien und Filme unter dem Titel „Synthetic Soul“ aus. Eine Satellitenshow der Triennale für Photographie, die derzeit in Hamburg Fotografie aller Sujets an vielen Ausstellungsorten präsentiert.

Das Westwerk – in Person Prof. Martin Kreyßig – lud Florian G. M. Fischer ein, in seinen Galerieräumen zwei Werkgruppen zu präsentieren. Im Zentrum der Einzelausstellung steht die Arbeit „Synthetic Soul“, die nachts an alltäglichen Orten, wie Parkplätzen von Einkaufscentern und Autohäusern, entstanden ist. Die mit dem vorhandenen, künstlichen Licht aufgenommenen Bilder überhöhen die schimmernden Versprechungen der Konsumindustrie und suchen nach Geheimnissen, wo es nichts zu verbergen gibt. Ausserdem wird die mit dem Aenne-Biermann-Preis ausgezeichnete Arbeit „Das Blaue vom Himmel“ präsentiert sowie der experimentelle Kurzfilm „STILL LIFE“ von Florian Fischer & Johannes Krell, der auf Filmfestivals im In- und Ausland gezeigt wurde.

Die Ausstellung präsentiert unterschiedliche Aspekte dieses Künstler. Florian Fischer’s dokumentarischer Blick, den er in vielen Reportagen schärfen und an der Ostkreuzschule verfeinern konnte, zeigt Menschen in fadenscheinigen Kulturräumen und öffentlichen Situationen, ohne sie bloßzustellen. Die Arbeiten der jüngeren Werkgruppe „Synthetic Soul“ versammeln elektrisch aufgeladene, scheinbar unbedeutende Unorte / Nicht-Orte. Der Künstler arbeitet hierbei mit extremen Lichtsituationen, seine Fotografien suchen nach Wesen und Authentizität unserer Realität.

Die Ausstellung ist bis 28. Juni 2015, täglich von 14.00 bis 19.00 Uhr zu sehen.

 

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