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Digitales Publizieren 2.0

| Prof. Martin Kreyßig

Ließe sich nicht alles, was wir im Studiengang Medieninformatik und anschließend in 1001 Medienberufen jeden Tag konzipieren, programmieren und gestalten unter dem Begriff „Digitales Publizieren“ zusammenfassen? Sollten wir den Studiengang Medieninformatik umbenennen? Haben wir dann (noch) mehr Bewerber?

Diese und andere Gedanken durchschwirrten mich, als letzte Woche Christina Krieglstein (MI-Jahrgang 2006) und Nico Schulz (MI-Jahrgang 2009), derzeit bei THISIS!DMG in Hannover, im Studio 120 Minuten über das Thema „Digitales Publizieren 2.0“ ausführlich referierten. Die Präsentation ist hier zum Download verfügbar.

Natürlich plaudert THIS IS!DMG aus dem eigenen Nähkästchen, aber auch die GEO-App wurde positiv hervorgehoben, was mich besonders freut, arbeite ich doch seit Jahren mal weniger mal enger mit GEO zusammen und tauschen uns aus. Ob Publikationen auf einer App und mobilen Geräten laufen oder zukünftig auf smarten, biegbaren Folien, die man aus der Tasche zieht, auf denen man sich die persönlichen Lieblingsnachrichtenanbieter zusammengestellt hat und diese Feeds Texte, Fotostrecken, Filme, Animationen und und und auf einer Plattform zusammenführen, die redaktionelle betreut wird, also guten, kritischen Journalismus ebenso anbieten, wie Werbung im Highend-Standard oder Spiele für alle Altersgruppen – digitale Medien verschmelzen auf diesen Publikationsplattformen zu einem Guß (Stichwort: Medienkonvergenz).

Und Medieninformatiker arbeiten exakt an diesen Schnittstellen mit ihrer interdisziplinären Kompetenz, mit ihrem heterogenen Wissen, dem Zukunftsmix aus Projektmanagement, Programmierung und Gestaltung.

Jetzt, mit dem enormen Zuwachs an mobilen Endgeräten, also Nutzern und deren individuellen Nachfragen, Bedürfnissen, deren Wünschen nach Informationen aller Art wird deutlich, wie perfekt der Studiengang Medieninformatik genau an diesen Knotenpunkten gut ausgebildete Absolventen mit mannigfaltigen Schnittstellenkompetenzen dem Arbeitsmarkt anbietet, um die wachsende digitale, multimediale Informationsmenge zu managen, redaktionell und technisch aufzubereiten, in puncto Usability angenehm nutzbar zu gestalten und so dabei helfen, in dem unübersichtlichen Wust noch ein Stück Sinn zu entdecken. Denn darum geht’s: Sinn.

Und deswegen war THIS IS! selbstverständlich auch bei uns. Denn die Firma mit Hauptsitz in Hannover bietet spannende Praktikumsplätze und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Christina, Nico und Anna Lyn als HR-Managerin – herzlichen Dank für Euer Engagement und die detailreiche Präsentation!

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