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Develop At Ubisoft – Game Design Mentorship

| Gregor Theune

Text: Ronja Passauer

Wie entsteht aus einer ersten Idee ein Spielkonzept, das nicht nur spannend klingt, sondern auch tatsächlich funktioniert? Dieser Frage widmete sich die Medieninformatik-Studentin Jessica Grundmann im Rahmen des Develop At Ubisoft – Game Design Mentorship. Über mehrere Monate hinweg bot das Programm die Möglichkeit, gemeinsam mit Branchenprofis an einem eigenen Spielkonzept zu arbeiten und den Entwicklungsprozess von der ersten Idee bis zum spielbaren Prototypen zu durchlaufen.

Ausgangspunkt des Projekts war die sogenannte „Thumb Rule“-Challenge. Ziel war es, ein Mobile Game zu entwickeln, das vollständig mit einer Hand und dem Daumen spielbar ist. Die Herausforderung lag dabei nicht im Genre oder der Geschichte des Spiels, sondern in der Gestaltung einer intuitiven und zugleich motivierenden Spielmechanik.

Aus dieser Vorgabe entstand „Pathos“, ein von der griechischen Mythologie inspiriertes Spielkonzept. Die Spielerinnen und Spieler übernehmen die Rolle eines Gottes, der Sterblichen heimlich durch die Prüfungen der Götter hilft. In einem Labyrinth voller Monster, Fallen und Relikte gilt es, Hindernisse zu überwinden und Entscheidungen zu treffen, ohne dass die göttliche Unterstützung entdeckt wird.

Während des Mentorships entwickelte sich die ursprüngliche Idee Schritt für Schritt weiter. Vom ersten Konzeptpapier über Markt- und Zielgruppenanalysen bis hin zu einem vollständigen Game Design Document und einem spielbaren Prototypen durchlief das Projekt alle wesentlichen Entwicklungsphasen. Regelmäßige Feedbackrunden mit erfahrenen Mentorinnen und Mentoren halfen dabei, Spielmechaniken zu überarbeiten, Designentscheidungen zu begründen und den Fokus konsequent auf das Spielerlebnis zu richten. Dabei wurde deutlich, dass erfolgreiches Game Design weit mehr erfordert als kreative Ideen – jede Mechanik und jede Funktion muss einen klaren Zweck erfüllen und zur Spielerfahrung beitragen.

Ergänzt wurde das Programm durch Treffen in Berlin, die Einblicke in die Arbeitsweise der Games-Branche ermöglichten und Raum für Austausch und Vernetzung boten. Bereits die Aufnahme in das Develop At Ubisoft – Game Design Mentorship stellt eine besondere Auszeichnung dar, da die begrenzten Plätze in einem Auswahlverfahren vergeben werden. Dass Jessica für das Programm ausgewählt wurde, unterstreicht nicht nur ihr persönliches Engagement und Potenzial, sondern zeigt zugleich, dass Studierende der Medieninformatik mit ihren Fähigkeiten auch im Wettbewerb um renommierte Förderprogramme überzeugen können. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch Feedback, Iteration und konsequente Weiterentwicklung aus einer ersten Idee ein spielbares Konzept entsteht und wie praxisnahe Programme Studierenden wertvolle Einblicke in die professionelle Spieleentwicklung eröffnen.

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Medieninformatik
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